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Neugestaltung Ortsmitte Altenstadt - Marktplatz

Neugestaltung Ortsmitte Altenstadt

Städtebauliche Sanierung

 

Der Markt Altenstadt wurde bereits Ende der 1980er Jahren in das Programm der Städtebauförderung aufgenommen. Auf der Basis der damals erarbeiteten Städtebaulichen Voruntersuchung wurden in der Folge einige Maßnahmen, so am Mühlbach, umgesetzt. Zwanzig Jahre später strebte der Markt die Wiederaufnahme der Städtebauförderung an. Dazu wurde 2011 die Fortschreibung der Voruntersuchung im Ortskernbereich an das Büro Landbrecht, München und andere vergeben und 2012 vorgelegt. In diesem Rahmen wurden die besonderen historischen Entwicklungen im Rahmen einer städtebaulich-denkmalpflergerischen Untersuchung gewürdigt.

Die Voruntersuchung stellt den vielerorts zu beobachteten Anstieg des Leerstandes im Ortskern, der sich vor allem entlang der Staatsstraße (Memminger Straße) entwickelt hat, als eines der Hauptprobleme heraus. Trotz guter städtebaulicher Raumkanten seitlich der Staatsstraße ist der Gesamtzustand aufgrund der einseitigen Ausrichtung auf die Verkehrsabwicklung unbefriedigend.

Ein besonderes Augenmerk wird bereits in der Erläuterung der Voruntersuchung auf die fehlende Querverbindung zwischen Memminger Straße im Osten und der Bahnhofstraße im Westen gelegt.

Dieser Entwicklung soll mit einer größeren Entwicklungs- und Investitionsmaßnahme auf dem Gelände einer ehemaligen Molkerei an der Memminger Straße im Zentrum von Altenstadt entgegengewirkt werden. Das Projekt war letztendlich der Auslöser für die Auslobung eines städtebaulichen- freiraumplanerischen Ideen- und Realisierungswettbewerbs „Neuordnung der Ortsmitte Markt Altenstadt“, der im Jahre 2015 stattfand. 1. Preisträger dieses Wettbewerbs wurde das Architektenbüro Wamsler, Rohloff Wirzmüller zusammen mit dem Architekturbüro Donhauser Postweiler. Der Ausloberin liegt dabei die erstmalige Schaffung einer fußläufigen Verbindung zwischen Memminger- und Bahnhofsstraße am Herzen, die auch das katholische Kirchenzentrum besser in die Ortsmitte integrieren soll.

 

Zielsetzungen

 

-      Identitätsstärkung der Ortsmitte von Altenstadt

-      Erhöhung der Aufenthaltsqualität mithilfe eines facettenreichen

Angebots

-      Schaffung einer räumlich erkenn- und ablesbaren Ortsmitte

-      Stärkung der fußläufigen Verbindungen, Schaffung einer Wegeverbindung von der Memminger Straße zur Bahnhofstraße und Optimierung der Anbindung des katholischen Kirchenzentrums an den Ortskern

-      Verbesserung der Barrierefreiheit

-      Schaffung eines Bereiches für Märkte, Feste und Veranstaltungen in der Ortsmitte

-      Schaffung eines Kommunikations- und Begegnungsorts

-      Stärkung des Nahversorgungsangebots im Ortskern

-      Ausbau des Stellplatzangebots (Stellplatz-Pool von 122 Parkplätzen)

-      Mehrgenerationenwohnen

 

Leitideen

 

Aufbauend auf diese grundsätzlichen Zielsetzungen werden für die Planung folgende städtebaulichen- und freiraumplanerischen Leitideen verfolgt:

 

-      Bestehende Fußwegeverbindungen aufnehmen, weiterführen und ergänzen

-      Entwicklung eines einheitlichen, identitätsfördernden Gestaltungs- und Belagskonzeptes für die neue Ortsmitte

-      Gestaltung eines Parkplatzes, der nicht das typsiche Erscheinungsbild eines solchen aufweist

-      Baumdach als übergreifendes Element der verschiedenen Nutzungen: parken, fahren, sitzen, spielen, treffen

-      Schaffung eines reinen Aufenthaltsplatzes - nicht befahrbar - mit Sitzgelegenheiten und Brunnenelement

-      Schaffung einer multifunktionalen Fläche, die neben der Parkplatznutzung ein Ort für Feste, Märkte und Veranstaltungen ist

-      Unterstreichung der Neuen Mitte Altenstadts durch ein einheitliches Beleuchtungskonzept

-      Entwicklung eines Möbelierungskonzepts

 

Planung

 

Die neuen Nutzungen des Marktes Altenstadt werden im Bereich zwischen Bahnhof, dem großzügigen Obstwiesenbestand (Schöllhornwiese), der Ortsstrasse (Memminger Straße) und dem Mühlbach situiert.

Alle vorhandenen Fußwegeverbindungen der Ortsmitte werden aufgenommen und im Planungsgebiet weitergeführt oder ergänzt.

Ein großzügiges Baumdach ist das zentrale Entwurfselement der Neugestaltung. Unter diesem Baumdach werden alle geforderten Nutzungen situiert.

 

Oberflächenkonzept:

Hochwertige, belastbare und gut begehbare Oberflächenmaterialen aus mehrfarbigen Granit verbinden die neuen öffentlichen Räume. Innerhalb der Fahrbereiche – Anlieferung und Parkplatzstraßen - ist ein Granitbelag (15 x 30-40cm und 20 x 30-42cm) vorgesehen. In den Gehbereich wird der Stein in einem kleineren Format (10/15 x 20-30cm) verwendet. Dadurch entsteht trotz niveugleichem Ausbau eine optische Trennung der beiden Nutzungsräume.

Die neugegestaltete Linksabbiegerspur (Memminger Straße) wird mit hochwertigem Farbasphalt (Farbe beige, mit Illerkiesel) ausgebaut. Dadurch fungiert sie als Bindeglied zwischen dem bestehenden Hermann-Rose-Platz und der Plätze der Neuen Mitte und setzt sich deutlich von dem angrenzenden Straßenraum ab.

 

Plätze:

Ein Baumdach und eine Baumreihe begleiten und überstellen die neuen Flächen, schaffen Räume und erhöhen deren Aufenthaltsqualität.

Das Baumdach öffnet sich an zwei Stellen, wodurch sich Plätze ergeben. Der nördlichere Bereich dient als Bindeglied zwischen dem Eingang des Verbrauchermarkts und der zukünftigen Senioreneinrichtung und soll zu einem neuen Treffpunkt in der Ortsmitte von Altenstadt werden. Eine lange Bank trennt die Nutzungsbereiche „Stellplatz“ und „Aufenthaltsplatz“ räumlich ab und dient gleichzeitig als Sitzgelegenheit. Innerhalb der Farbasphaltfläche ist eine flache Wassermulde mit Sprudlern situiert. Darin liegen wie überdimensionale Illerkiesel drei Findlinge, die den Bezug zum Ort aufnehmen, aber auch als Spielmöglichkeit dienen. Außerdem wird mithilfe der Verwendung von Illerkiesel im Farbasphalt ein weiterer Bezug zum Ort hergestellt.

 

Die zweite multifunktionale Fläche befindet sich im südlichen Teil des Planungsumgriffs. Das Oberflächenmaterial ist hier ebenfalls Farbasphalt. Dieser Platz dient tagsüber zu Geschäftszeiten als Parkierungsfläche, an Wochenende oder abends wird er zu einem multifunktionalen Begegnungs- oder Veranstaltungsraum, z.B. für Märkte, Festzeltbetrieb aber auch als Ort zum skaten oder biken.

 

Grünkonzept:

Da auf dem Hermann-Rose-Platz bereits Platanen gepflanzt sind, werden auch in der Neuen Mitte Platanen als Leitbaumart verwendet. Diese Baumart eignet sich aufgrund des schirmförmigen Wuchses hervorragend für ein Baumdach. Die Baumreihe aus Sophora bietet neben einem interessanten Blühaspekt und einer intensiven Herbstfärbung eine wichtige Nährstoffquelle für Insekten und Bienen.

Um den hohen Versiegelungsgrad entgegenzuwirken, ist der Bereich des Parkplatzes, der nur von Fahrzeugen überstellt ist, mit Rasenfugen ausgebildet. Die Gehbereiche werden engfugig verlegt, um eine optimale Nutzung zu gewährleisten.

Der Schotterrasen wird zusätzlich mit Staudenmischungen ergänzt, um einen natürlichen, grünen Aspekt zwischen den versiegelten Flächen zu erziehlen. Diese Staudenmischungen benötigen nur einen geringen Pflegeaufwand (einmalige Komplettmahd), besitzen aber einen hohen ökologischen Wert, eine lange Dauerhaftigkeit und eine ansprechende Ästetik.

Enlang der Fahrgassen werden die Staudenmischungen mit Kleingehölzen z.B. Weiden (Salix purpurea Nana`oder Salix rosmarinifolia) ergänzt, um somit einen Überfahrschutz herzustellen.

 

Barrierefreiheit:

Aufgrund der demographischen Entwicklung wird ein großer Wert auf eine weitesmögliche Barrierefreiheit der Gesamtanlage gelegt:

Die bestehende Signalanlage im Norden des Bearbeitungsgebietes bleibt an dem bisherigen Standort erhalten, da dies eine wichtige Wegeverbindung zu der Schule, zum Friedhof und nach Illereichen darstellt.

Unter Berücksichtigung der Barrierefreiheit werden alle Querungen rollstuhlfahrergerecht ausgebaut. Darüberhinaus wird ein Blindenleitsystem eingerichtet.

 

Ausstattungselemente:

Die Aufenthaltsqualität wird durch die weiteren Ausstattungsgegenstände ergänzt und gesteigert: Wasserspiel, Fahrradständer, E-Bike-Ladestation und Versorgungspoller für Strom und Trinkwasser. Für Beleuchtung und Ausstattung werden einheitliche Farb- und Materialkonzepte entwickelt.

 

 

Die Entwurfsbeschreibung ist auch auf der Projektseite des Architekurbüros einsehbar: http://www.freiraumarchitekten.com/projekte/neue-mitte-altenstadt/

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